Wiederverwendung verankern

Wir haben die Kampagne "Re-Use" gestartet und sind mit der GLP im Nationalrat politisch aktiv geworden. Unser Ziel: Die Wiederverwendung von Bauteilen wird in der Schweiz gesetzlich und gesellschaftlich verankert und etabliert sich als Markt.

Motion Bertschy

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Die Wiederverwendung von Bauteilen ist ein kaum genutztes Nachhaltigkeitspotential auf dem Bau. Die Bauteilbörsen bringen erst etwa 5 bis 10 % der gut erhaltenen Teile zurück auf den Bau. Das soll sich in den nächsten Jahren ändern.

Wir konnten im Juni 2015 für eine konkrete Massnahme im Nationalrat viele ParlamentarierInnen für die Idee gewinnen (2 Tage Lobbyarbeit im Bundeshaus). Gerade aus dem konservativen Lager waren die Stimmen positiv - geht es in unserem Anliegen doch um regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze schaffen in der Schweiz. Und das man etwas nicht wegschmeisst, wenn es noch brauchbar, manchmal neuwertig ist, leuchtet nun mal ein. Im Juni 2016 hat Kathrin Bertschy, Nationalrätin GLP, nun folgende Motion eingereicht:

<<Motion Bertschy, GLP – eingereicht im Juni 2016

Baumaterial: Wiederverwendung ist effizienter als Recycling

Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen, wie die umweltrechtlichen Bestimmungen zu ändern sind, um folgendes Vorhaben zu erreichen:

1.     Die Wiederverwendung von Baumaterial ist dem Recycling und der Entsorgung vorzuziehen.

2.     Dafür werden Anreize und Rahmenbedingungen geschaffen, welche die Wiederverwendung gleich oder attraktiver gestalten als das Recycling

Begründung

Die Wiederverwendung ist oft effizienter und sinnvoller als das relativ aufwändige Recycling, das in der Schweiz vergleichsweise gut geregelt ist. Für die Wiederverwendung fehlen hingegen präzise Bestimmungen.

Mit der Wiederverwendung auf dem Bau kann die nationale Wertschöpfung in diesem Bereich erheblich gesteigert werden. Die Wiederverwendung von Ressourcen trägt massgeblich dazu bei, neue niederschwellige Arbeitsplätze zu schaffen, Energie einzusparen (graue Energie), Abfälle zu vermindern und den CO2-Ausstoss zu reduzieren. Funktionstüchtige Komponenten müssen nicht entsorgt und aufwändig rezykliert werden, und gleichzeitig können Ressourcen für die Neuerstellung eingespart werden.

Mit einer besseren Positionierung der Wiederverwendung werden zudem technologische Innovationen im Baubereich gefördert.>>

wir sind gespannt, wie es weitergeht...

Helfen Sie mit!

Diese Kampagne kostet viel Zeit und Geld. Zum Beispiel für:

  • Ideen entwickeln bis zu professionellen Präsentationen
  • Informationen sammeln, aufbereiten und bereitstellen
  • Netzwerk- und Überzeugungsarbeit bei Politiker und Schlüsselstellen bei Bund, Kanton und Gemeinden
  • Sensibilisierungskampagne
  • Pilotprojekte mit Gemeinden entwickeln, starten und begleiten
  • Vorträge, Referate und Workshop
  • Webseite bewirtschaften und vieles mehr

Im 2017 benötigen wir CHF 60 bis 100'000.-. Wir suchen finanzielle Unterstützung unter anderem bei Stiftungen, bei der öffentlichen Hand und bei Privatpersonen. Beim BAFU (Bundesamt für Umwelt) können wir demnächst einen Unterstützungsantrag einreichen. Helfen auch Sie mit - jeder Betrag zählt - und melden Sie sich bei uns: Kontakt